Welche Faktoren haben einen negativen Einfluss auf SEO?

Gastartikel von Jan Reutelsterz

Gastartikel Jan Reutelsterz-negativer Einfluss SEO
Gastartikel Jan Reutelsterz: Negativer Einfluss auf SEO

Suchmaschinenoptimierung ist im Grunde einfacher als Du denkst und bei weitem nicht die “Raketenwissenschaft”, die Dir manche SEO-Agenturen vermitteln möchten, sodass du ihre hochpreisigen Dienstleistungen in Anspruch nehmen sollst. Wenn du als Blogger oder kleines Unternehmen mit SEO starten möchtest, dann wirst Du das mit ein wenig Wissen und den richtigen Tools ohne Agentur schaffen.

Obwohl SEO, weniger kompliziert ist, als Du vielleicht denkst, gibt es einige Faktoren, die Du jedoch beachten solltest, um einen negativen Einfluss auf Deine Platzierungen zu vermeiden. Insbesondere, sind es Taktiken, mit welchen man versucht Google zu täuschen, die nicht funktionieren und sich negativ auf Deine Platzierungen auswirken. Darüber hinaus gibt es auch weitere Faktoren, die Du möglicherweise übersiehst. Welche jedoch Deinem Ranking auf Google schaden.

Im Folgenden zeige ich Dir eine Reihe von Faktoren, die Deiner Positionierung schaden, wenn Du diese nicht richtig beachtest. Halte Dich also an meine Tipps und Du bist auf der sicheren Seite.

Faktoren die sich negativ auf dein SEO auswirken.

Die Faktoren, welche ich hier mit Dir teile, gehören zu den häufigsten Fehlern, die kleine Unternehmen, Blogger und Freelancer bei SEO machen. Wenn Du gerade erst mit SEO anfängst, beginne Schritt für Schritt und lass Dich nicht von den hier aufgelisteten Faktoren verunsichern. Jedoch solltest Du diese in jedem Fall kennen und beachten, sobald Du an diesen Punkt in deiner SEO Karriere kommst.

#1 Wenn Linkbuilding, dann richtig!

Was ist überhaupt Linkbuilding? Linkbuilding, bedeutet eine Verlinkung Deiner eigenen Inhalte mit einer anderen relevanten internen Seite auf Deiner Website zu organisieren. Wenn Du beispielsweise einen Online Marketing Blog hast und ein anderer relevanter Marketing Blog setzt in einem Artikel einen Link auf Deine Website, so stärkt das die Autorität Deines Blogs und macht ihn somit attraktiver für Google. Diese relevanten Backlinks zu fördern, ist eine sehr wichtige SEO-Strategie. Auch ausgehende Links, also von Deiner Website auf eine relevante externe Website, ist hilfreich für dein SEO, solange diese Verlinkungen sinnvoll, logisch und relevant sind.

Jetzt zu dem SEO Fehler in Bezug auf Linkbuilding:

Achte darauf, dass Du mit Verlinkungen behutsam umgehst und wenn Du Linkbuilding betreibst, Deine Kooperationen sorgsam auswählst. Google wird immer darauf achten, ob es schädliche Links auf Deiner Website gibt, da dies bedeutet, dass Deine Website nicht von hoher Qualität ist. Links zu einer externen Seite zu setzen, die irrelevant ist, sowie irrelevante Backlinks zu erhalten, schädigt Deinem Ranking langfristig. Achte darauf, dass die Qualität der Linkquellen gewahrt wird und, dass der Link im Inhalt logisch eingebettet ist. Beispielsweise durch Gast- oder Blogartikel. Auch ist es ratsam, regelmäßig die Links auf Deiner Website auf kaputte Link zu überprüfen. Oder Links zu entfernen, die auf Seiten führen, die nichts mit dem Inhalt Deiner Website zu tun haben.

Kurz: Qualität vor Quantität bei Backlinks!

#2 Achte auf deine Bounce Rate: Weniger ist mehr!

Wenn Du SEO ernst nimmst, solltest Du in jedem Fall wissen, was die Bounce Rate (Absprungrate) ist. Bei der Bounce Rate, handelt es sich um die Rate, die anzeigt, wie lange Besucher auf deiner Website sind, bis diese Deine Website wieder verlassen. Eine niedrige Bounce Rate bedeutet, Deine Besucher finden, was sie suchen und bleiben gerne eine längere Zeit auf Deiner Website. Dieses positive Nutzerverhalten wird von Google mit einer guten Platzierung belohnt. Das negative Beispiel wäre jedoch, dass Deine Besucher Deine Seite anklicken und diese zu langsam lädt, die Landingpage unlogisch gestaltet ist oder sie nicht finden, was sie suchen. Was dazu führt, dass diese Besucher Deine Website schnell verlassen. Das sendet negative Signale an Google.

Der wichtigste Tipp, um das zu vermeiden ist es, Deine Website nicht mit überflüssigen Dingen zu überfrachten, wie z. B. endlosem Scrollen, vielen großen Bildern, eine komplizierte Struktur oder unnötige grafische Elemente. Es ist auch nicht gut, die Website mit Pop-ups oder aufdringlicher Werbung zu überladen, da dies besonders auf mobilen Geräten sehr störend sein kann.

Insbesondere für optisch versierte Webmaster ist dieser Punkt integral, denn es liegt Dir selbstverständlich am Herzen Deinen Online Auftritt authentisch und ansprechend zu gestalten. Leider hat das häufig zur Folge, dass eine Website mit vielen großen Bildern, Effekten oder sogar Animationen überlagert wird. Das wirkt sich negativ auf Deine Bounce Rate aus. 

#3 Die Ladegeschwindigkeit: 4 Sekunden sind zu lange

Jeder kennt es, die Website lädt eine Sekunde zu lange und schon sucht man sich ein anderes Ergebnis bei Google heraus. Die Aufmerksamkeitsspanne für Webinhalte ist heute so kurz, dass jede Sekunde zählt, wenn es darum geht eine Website aufzurufen. Das gilt insbesondere für das Smartphone.

Mittlerweile weiß man, dass 53 % der mobilen Nutzer eine andere Seite aufrufen, wenn diese mehr als 3 Sekunden zum Laden benötigt  (Quelle: thinkwithgoogle). In Zukunft, kann man davon ausgehen, dass die Aufmerksamkeitsspanne noch weiter sinken wird. Faktoren, welche sich auf die Ladegeschwindigkeit deiner Website auswirken sind, unter anderem folgende:

Faktor: Bilder und Videos

Multimedia-Inhalte, insbesondere Bilder und Videos sind zwei der wichtigsten Faktoren, die die Ladegeschwindigkeit Deiner Webseite beeinflussen. Das ist logisch, da diese Inhalte besonders viele Ressourcen benötigen, um dargestellt werden zu können. Hier solltest Du auf eine Balance zwischen guter Qualität und geringer Größe achten und gegebenenfalls Deine Bilder komprimieren. Weniger ist mehr!

Faktor: Hosting

Die Performance und Möglichkeiten deines Hosting-Dienstes sind hier von großer Bedeutung. Wähle einen zuverlässigen Hosting-Anbieter aus, um sicherzustellen, dass die Website schnell und problemlos geladen wird, auch wenn dies vielleicht etwas mehr kostet. Hier lohnt es sich auch etwas mehr Zeit in die Recherche zu investieren, Dir Vergleichsseiten anzuschauen und vielleicht sogar Bekannte und Freunde, die sich gut auskennen, um Rat zu fragen.

Faktor: Erweiterungen & Plugins

Wenn Du nach Möglichkeiten suchst, Deine Website zu optimieren, solltest Du auch die Verwendung von Plugins in Betracht ziehen. Achte aber auch hier auf eine gute Balance, denn jedes Plugin in Deinem CMS benötigt Speicher und kann unter Umständen Deine Performance mindern. Lass Dir also Zeit bei den Recherchen nach Plugins, die Deine Seitengeschwindigkeit verbessern und überstürze Nichts.

Es gibt noch viele andere Faktoren, welche die Geschwindigkeit Deiner Seite beeinträchtigen können, aber dies sind die Wichtigsten und Häufigsten. Nutze beispielsweise die Google Page Speed Insights, um festzustellen, wie schnell Deine Website lädt und welche Elemente auf Deiner Website langsam laden oder zu groß sind.

#4 Oft übersehen: Online-Verzeichnisse

Online Verzeichnisse sind externe Plattformen und Verzeichnisse wo Du, zumeist kostenlos Dein Unternehmen eintragen lassen kannst und dort ein Profil eröffnest. Diese Verzeichnisse können für Google und Co. von großer Bedeutung sein, da Du so Backlinks generierst, sowie Glaubwürdigkeit und Relevanz aufbaust. Auch Deine Kunden und Besucher werden Dich über Online Profile öfter finden, wenn Du dort präsent bist. Insbesondere lokale Unternehmen profitieren davon.

Wenn Du nach relevanten Online Verzeichnissen suchst, wirst Du eine Vielzahl an kostenlosen und großartigen Möglichkeiten finden, Dein Unternehmen dort einzutragen. Das bekannteste Online Verzeichnis ist Google my Business. Aber auch die Gelben Seiten, Yelp, Tripadvisor sind kostenlose Möglichkeiten.

Was ist der SEO Fehler in Bezug auf Online Verzeichnisse?

In diesen Online Verzeichnisse können Unternehmen, ihre Kontaktdaten, Öffnungszeiten und weitere Informationen veröffentlichen, dazu auch Bewertungen erhalten. Wir sehen, dass insbesondere kleine Unternehmen sich häufig in viele dieser Portale eintragen und leider die eingetragenen Informationen nicht synchron halten. Das hilft weder Google, noch den Besuchern oder Kunden. Als Beispiel kann es vorkommen, dass jemand seinen Unternehmensnamen mit einem großen Anfangsbuchstaben bei den Gelben Seiten einträgt, jedoch klein geschrieben und als Abkürzung bei Google my Business. Auch variieren die Öffnungszeiten oder Informationen von Verzeichnis zu Verzeichnis. Das ist verschenktes Potenzial.

Merke dir: Google liebt gleiche Informationen und belohnt diese mit besseren Rankings. 

Wenn Du Dich also dazu entscheidest in verschiedene Online Verzeichnisse einzutragen, achte darauf, dass die Informationen stets aktuell und vor allem überall gleich sind.

Fazit: SEO ist keine Raketenwissenschaft, aber…

In diesem Artikel hast Du einige der offensichtlichsten Fehler bei SEO gelernt. Achte darauf, dass Du diese berücksichtigst, um das Beste aus deiner Arbeit herauszuholen. Wie eingangs gesagt, ist SEO weder kompliziert, noch teuer. Jedoch solltest Du grundlegend wissen, was Du tust und was Suchmaschinen, aber vor allem Deine Nutzer / Besucher wertschätzen. Als ultimativer Tipp darf ich Dir sagen: Mache Deine Zielgruppe zufrieden und Du machst Google zufrieden.

Denn genau darum geht es bei sämtlichen SEO Aktivitäten. Ich hoffe, dass dieser Beitrag Dir geholfen hat, zu erfahren, welche Faktoren die Optimierung Deiner Website beeinflussen und wie Du diese maximieren kannst, ohne Deinem Ranking zu schaden.

Sebastian Lugert Porträt

Über den Autor:

Während und nach seinem Masterstudium der Kulturwissenschaft arbeite Jan Reutelsterz als freier Multimedia Journalist für zahlreiche öffentliche Einrichtungen. Hier entdeckte er seine Leidenschaft für Online Marketing und die Markenführung. Bei der kostenlosen Online Marketing App für kleine Unternehmen, rankingCoach FREE, ist er als Brand Manager DACH für den deutschsprachigen Markt verantwortlich. Daneben begeistert er sich für agile Unternehmenskultur und liebt Musik.

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2 Kommentare zu „Welche Faktoren haben einen negativen Einfluss auf SEO?“

  1. Super Beitrag, danke. Ich finde im Fazit steht einer der entscheidendsten Sätze. Man sollte bei SEO nicht nur hirnlos für Google optimieren, sondern auch im Kopf haben, dass potenzielle Kunden auf die Seite kommen. So etwas wie eine gute Struktur durhc interne Verlinkungen und relevanter und hilfreicher Content sind dabei praktisch genauso wichtig wie „technischere“ Faktoren.

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