Influencer Marketing lässt sich auch mit Bloggern realisieren!

Wieso Blogger im Influencer Marketing Platz haben sollten
Wieso Blogger im Influencer Marketing Platz haben sollten

Wir alle kennen die Begriffe Blogger und Influencer aus dem täglichen Gebrauch. Wer sich regelmäßig mit dem Geld verdienen im Internet beschäftigt, wird wahrscheinlich auch Blog Marketing und Influencer Marketing schon gehört haben. Dabei wollen häufig Firmen ihre Sichtbarkeit mit einer Zusammenarbeit erhöhen, um auf sich aufmerksam zu machen. Wobei sich die Kampagnen mit Bloggern bzw. Influencern unterscheiden, zumindest in der Umsetzung der Ziele. Es wird auf gänzlich andere KPIs (Key Performance Indikatoren = Schlüsselkennzahlen) geschaut als zum Beispiel im Blog Marketing.

Was letztlich im Influencer Marketing dazu führt, dass ein Blogger nicht immer als Influencer wahrgenommen wird. In meinen Augen ist das jedoch ein wenig oberflächlich betrachtet. Denn manchmal verschmelzen die beiden Begrifflichkeiten so ineinander, dass es kaum noch möglich ist zu sagen, ob eine Person nun ein Blogger oder ein Influencer ist. In den sozialen Medien habe ich dazu bereits verschiedene Meinungen gelesen. Teilweise wird sogar auf eine strikte Trennung der beiden Begrifflichkeiten bestanden.

Dieses sehr umstrittene Thema steht schon länger auf meiner To-Do-Liste. Aus diesem Grund will ich mich heute im Rahmen eines Blogartikels intensiver damit beschäftigen. Dabei will ich Dir eine Definition des klassischen Bloggers und Influencers präsentieren. Um dann mit einigen Praxisbeispielen zu erkunden, ob ein Blogger nicht doch auch im Influencer Marketing aktiv sein kann. Hast Du Lust mit mir zusammen tiefer in diese interessante Welt einzutauchen?

Der Unterschied zwischen Bloggern / Influencern?

Was ist ein Blogger?

Ich möchte das Rad hier defintiv nicht neu erfinden. Aus diesem Grund ein kleines Zitat von Wikipedia zum Begriff Blogger:

Ein Blogger [blɔger], international auch Weblogger genannt, ist Herausgeber oder Verfasser von Blog-Beiträgen. Dazu lässt sich eine eigene Website oder ein Portal nutzen. Ein Blogger steht als wesentlicher Autor über dem Text, schreibt zumeist in der Ich-Perspektive und integriert seine persönliche Meinung. Er ist Teilnehmer der Blogosphäre und verlinkt seine Beiträge häufig mittels Trackbacks oder Pingbacks zu anderen Blogs, um eine größere Bekanntheit zu erlangen. Blogger können als Webautoren angesehen werden und gehören allen sozialen Schichten, Alters- sowie Berufsgruppen an. Sie sind ein entscheidender Hinweisgeber für den klassischen sowie den Online-Journalismus.[1] Der Autor kann innerhalb eines Blogbeitrags testen, wie relevant das Thema für seine Leser ist, und mit Hilfe des Feedbacks eine eigene Geschichte schreiben.[2]

Wie definiert sich ein Influencer?

Bei der Begrifflichkeit des Influencer hat sich Wikipedia allerdings etwas kürzer gefasst:

Als Influencer (von englisch to influence ‚beeinflussen‘) werden seit den 2000er Jahren Multiplikatoren bezeichnet, die ihre starke Präsenz und ihr Ansehen in sozialen Netzwerken nutzen, um beispielsweise Produkte oder Lebensstile zu bewerben.[1]Marketing mit Influencern wird als Influencer-Marketing bezeichnet.

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Kann ein Blogger im Influencer Marketing eingebunden werden?

Wie ich eingangs beschrieben habe, gibt es zur Frage ob ein Blogger auch Influencer sein, viele Meinungen. An dieser Stelle möchte ich auf die Darstellung von Trusted Blogs verweisen. Dort wurden das Blog Marketing und das Influencer Marketing intensiv verglichen. Insgesamt hat Trusted Blogs 7 Unterschiede herausgestellt. Grundsätzlich bin ich schon beim Verfasser des Beitrages. Möchte Dir allerdings nachfolgend erklären, warum ich dennoch eine ganz klare Meinung zum Thema habe.

Denn in meinen Augen ist ein Blogger durchaus ein Influencer. Mit einer Kooperation können Firmen den Blogger im Influencer Marketing einbinden und die konkreten Ziele erreichen. Natürlich wird in diesem Zusammenhang auf andere KPIs (Schlüsselkennzahlen) als beim Werben auf einem Blog geschaut. Keine Frage! Das bestreite ich nicht. Aber schauen wir uns doch das Influencer Marketing einmal konkreter an.

Definition Influencer Marketing

Wikipedia beschreibt den Begriff wie folgt:

Influencer-Marketing (von englisch to influence: beeinflussen), auch Multiplikatoren-Marketing genannt, ist eine Disziplin des Online-Marketings, bei der Unternehmen gezielt Meinungsmacher (Influencer) und damit Personen mit Ansehen, Einfluss und Reichweite in ihre Markenkommunikation einbinden. Als sogenannte Influencer werden Akteure im Social Web bezeichnet, die durch Content-Produktion, Content-Distribution und Interaktion mit ihren Followern eine relevante Anzahl an sozialen Beziehungen zu und Einfluss auf ihre Follower aufgebaut haben.[1] Organisationen versuchen Influencer aufgrund ihrer Kompetenzen und Eigenschaften im Rahmen ihrer eigenen Kommunikationsaktivitäten einzusetzen. Erfolgreiche Beeinflusser verfügen über soziale Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Sie zeigen Hingabe, verhalten sich konsistent, sind engagiert und wirken fachlich kompetent. Sie werden von ihren Followern als Experten angesehen und gelten dort als vertrauenswürdige Vorbilder, deren Meinungen und Empfehlungen beachtet werden. Dadurch können sie die Wahrnehmung und den Abverkauf von Marken sowie Waren und Dienstleistungen beeinflussen.[2] Je nach Zielgruppe und Kategorie von Content wird zwischen verschiedenen Arten von Influencern wie zum Beispiel Kidfluencern[3], Petfluencern[4] und Sinnfluencern[5] unterschieden.

Influencer-Marketing ist ein Teilbereich der strategischen Influencer-Kommunikation. Strategische Influencer-Kommunikation hat sich in der Forschung als Oberbegriff für Kommunikationsaktivitäten etabliert, die sich direkt an Influencer richten oder diese in Kommunikationsaktivitäten einbeziehen, um Organisationsziele zu erreichen. Bei diesen Zielen kann es sich um Marketing-Ziele ebenso wie um PR-Ziele handeln. Der Begriff strategische Influencer-Kommunikation hebt den Influencer als Akteur in der strategischen Kommunikation hervor und ist als Instrument strategischer Kommunikation zu verstehen.[6] Influencer können dabei fünf verschiedene Rollen für Organisationen und ihre Kommunikationsaktivitäten einnehmen: Content-Creator, Multiplikator, Protagonist (bzw. Testimonial), Moderator und Berater.[7]

Ein kleines Praxisbeispiel

Influencer Marketing Nike mit Ronaldo
Influencer Marketing Nike mit Ronaldo; Quelle: Offizieller Instagram Account Ronaldo

In diesem Instagram Post bewirbt Christiano Ronaldo einen Fussball-Schuh der Marke Nike. Der Beitrag wird als „Bezahlte Werbepartnerschaft mit nikefootball“ markiert. Da Christiano auf Instagram 411 Millionen Follower hat, kann Nike damit eine Vielzahl von Menschen erreichen. Allerdings ist solch ein Post meistens nur sehr kurzlebig. Selbst wenn in den ersten 2 Stunden einige Reaktionen erfolgen und Instagram den Beitrag vermehrt in den Feeds ausrollt, werden sich nur wenige Menschen 4 Wochen später dafür interessieren.

Nike wird dennoch große Vorteile aus einer Zusammenarbeit ziehen. Insbesondere wegen der hohen Anzahl an Follower, die Ronaldo vorzuweisen hat. Meistens sind darunter viele Fussball-Interessierte, die potenzielle Käufer des Schuhs sind. Darum sind beim Influencer Marketing meistens die Follower ein wichtiger KPI. Je mehr Follower ein Influencer hat, desto mehr Geld kann er in der Regel von einem potenziellen Auftraggeber verlangen.

Blog Marketing Beispiel bei mir
Blog Marketing Beispiel bei mir

Im Blog Marketing hingegen dreht es sich nicht darum, möglichst viele Menschen aus den sozialen Netzwerken auf die Inhalte der Werbenden zu lenken. Vielmehr sollen mit bezahlten Inhalten Produkte der Firmen beworben werden. Als KPI sind hier die Follower uninteressant. Das Unternehmen möchte vorwiegend den Blog in Google mit einem Beitrag oben sehen. Um nachhaltig über Suchmaschinen gefunden zu werden. Die Suchenden klicken dann auf den Blog in den Ergebnissen und werden auf den Beitrag weitergeleitet. Wo entsprechende Links zu den Unternehmen hinterlegt sind und damit langfristig für Besucher sorgen können.

Ich konnte das zum Beispiel mit einem bezahlten Artikel über den Dienst Ebesucher erzielen. Mein Beitrag wird auf der ersten Seite von Google recht weit oben gelistet. Selbst mit Werbekennzeichnung und nofollow-Links hat der Auftraggeber davon einen Vorteil. Solange sich mein Artikel auf der ersten Seite in den Suchergebnissen befindet. Allerdings steckt dahinter eine andere Intention als beim Influencer Marketing.

Blogger sind auch Influencer!

Unabhängig der von mir bereits angesprochenen Meinungen, welche eine strikte Trennung zwischen Bloggern und Influencern verlangt, sind die meisten keine reinen Blogger mehr. Mich stört dieses starke Schubladendenken sehr. Blogs stehen seit Jahren im Wandel. Wer als Blogger allein auf Google Rankings setzt, der begeht einen sehr großen Fehler. Wir sollten uns von einer Traffic-Quelle nicht zu sehr abhängig machen. Darum verwenden Blogger häufig neben einem Newsletter auch diverse soziale Netzwerke, um Besucher auf sich aufmerksam zu machen. Das Magazin OMR betrachtet Blogger in seinem Glossar zum Influencer Marketing ebenfalls als Influencer.

In meinen Augen völlig zu Recht. Es gibt Blogger, die eine große Community auf Facebook, Instagram oder einem anderen Netzwerk um sich versammeln. Genau hier können interessierte Unternehmen im Rahmen des Influencer Marketing mit einer Kampagne Vorteile daraus ziehen. Generell ist nicht erst seit gestern im Online-Marketing bekannt, dass auch kleine Communities eine große Rolle spielen können. Denken wir zum Beispiel an das Affiliate Marketing, wo es nicht auf die Anzahl der Besucher ankommt. Sondern auf die Anzahl der interessierten Besucher. Wenn der Blogger eine treue Fanbase aufgebaut hat, können bereits 1.000 Follower in den sozialen Medien ausreichen, um eine Kampagne zum Erfolg zu führen.

Sicher kannst Du die Blogger an einer Hand abzählen, welche bei der Anzahl der Follower mit guten Influencern mithalten können. Trotzdem gibt es genügend Beispiele mit einer sehr treuen und großen Community. Peer Wandiger zum Beispiel hat auf Twitter über 5.000 Follower und bei Facebook immerhin über 3.000! Sind Personen mit so vielen Fans keine Influencer? Natürlich sind sie das! Unternehmen können mit einer Kooperation viele Vorteile für sich herausschlagen. Und genau aus diesem Grund sollten Blogger unbedingt beim Influencer Marketing berücksichtigt werden.

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Influencer Marketing mit Blogs bietet Vorteile!

Fassen wir das Thema nochmal kurz zusammen. Neben Bloggern gibt es noch die sogenannten Influencer. Passend zu beiden Personengruppen gibt es entsprechende Marketing-Strategien: Blog Marketing und Influencer Marketing. Während Bloggern nachgesagt wird mit Inhalten auf einer Webseite über Suchmaschinen Besucher anzusprechen, haben Influencer eine Vielzahl von Follower und sind vorwiegend auf Social Media aktiv.

Häufig wird im Online Marketing strikt zwischen beiden Personengruppen getrennt. Aber Blogger sind schon sehr lange nicht mehr ausschließlich als Webseitenbetreiber zu betrachten. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein Blogger sich niemals allein auf die Webseite und Google verlassen sollte. Schließlich sind wir Blogger mittlerweile zu einer Art Marke herangewachsen. Die ebenfalls in den sozialen Netzwerken vertreten werden sollte. Auch aufgrund der Traffic Diversifikation. Eine einzige Traffic-Quelle wäre in der heutigen Zeit ein schwerer Fehler.

Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass etliche Blogger in den sozialen Medien eine Community um sich herum aufbauen. Und was war ein Influencer gleich noch? „Multiplikatoren[…], die ihre starke Präsenz und ihr Ansehen in sozialen Netzwerken nutzen, um beispielsweise Produkte oder Lebensstile zu bewerben.“ Für mich trifft diese Definition auf einige Blogger genauso zu. Weswegen Blogger in meinen Augen sehr wohl für Influencer Marketing erfolgreich eingesetzt werden können.

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2 Kommentare zu „Influencer Marketing lässt sich auch mit Bloggern realisieren!“

  1. Natürlich sind Blogger auch Influencer. Da sie aber im direkten Vergleich mit den „klassischen Insta-Influencern“ wesentlich geringere Reichweiten haben, sind sie immer im Nachteil, wenn es um Influencer Marketing geht. Denn dort ist Reichweite die Währung und wichtigste KPI: Influencer Marketing ist Performance Marketing. Da kann kein Blogger mit bekannten Influencern konkurrieren. Aus diesem Grund empfehlich ich, die Zusammenarbeit mit Bloggern nicht für Influencer Marketing Kampagnen, sondern im Bereich des Content Marketing anzustreben.

    1. Hallo Eddy,

      ja das ist richtig. Aber Influencer Marketing betreiben ja nicht nur die ganz großen. Daher glaube ich, dass es durchaus Sinn macht Blogger als solche durchaus zu betrachten. In vielerlei Hinsicht kann ein Blogger da ebenso enorme Reichweite erzielen und hat dann noch mehrere Plattformen, die ein normaler Influencer nicht hat.

      Viele Grüße
      Ronny

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