Warum ist eine interne Verlinkung genauso wichtig wie Linkaufbau?

Viele Webseitenbetreiber verbinden mit dem Begriff Suchmaschinenoptimierung oder auch SEO genannt (Kurzform: Search Engine Optimization) den Linkaufbau von externen Quellen. Sie versuchen so eine Menge eingehende Links zu generieren, damit die eigene Webseite / der eigene Blog bekannter wird. Ob nun Verlinkungen aus Kommentaren, Foren, Blogverzeichnissen oder Links von anderen Webseiten. In der Regel ist das auch ein guter Plan, denn mehr Links bedeuten eigentlich auch mehr Besucher.

Interne Verlinkung ist genauso wichtig!

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Mindestens genauso wichtig ist es allerdings die Besucher auch auf die Artikel innerhalb der Webseite zu verteilen. Die meisten Webseiten verlinken auf einen gut besuchten Artikel oder gar die Startseite des Blogs / der Webseite. Das wiederum bedeutet, dass die Besucher kaum auf neuere Artikel aufmerksam werden können. Auch Google stuft eben diese “neuen Seiten” als nicht so interessant ein und listet diese generell sehr weit unten in den Suchmaschinenergebnissen.

Wenn ein Thema mit einem neuen Artikel angeschnitten wird, bietet es sich also sehr gut an, in dem neuen Artikel auf ältere Artikel zu verlinken. Das erhöht auch die Informationen, die der Artikel an den Besucher abwirft. Der Besucher könnte sich den anderen Artikel auch noch ansehen und so zudem länger auf der Webseite verweilen. Wenn dann ein Artikel kommt, der keine interne Verlinkung hat, ist dieser Kreislauf unter Umständen unterbrochen. Der Besucher verlässt die Webseite gegebenenfalls wieder. Wie zu erkennen ist, bietet eine solche interne Verlinkung also noch weitere Vorteile, als die der besseren Platzierung in der Google-Suche oder eine bessere Sichtbarkeit der Webseite.

Wie kann ich interne Verlinkungen noch verstärken?

Es gibt viele Möglichkeiten die Artikel untereinander zu verlinken. Den direkten Link im Artikeltext hatte ich zuvor bereits angesprochen. Jedoch ist es nicht die einzige Möglichkeit, die den Webseitenbetreibern gegeben sind. Nachfolgend möchte ich einige weitere Möglichkeiten zur internen Verlinkung aufzählen:

    • Interne Verlinkung in der Sidebar

In dieser Variation einer internen Verlinkung, wird innerhalb der Sidebar auf andere Artikel hingewiesen. Es ist somit möglich auf Artikel, die einem sehr am Herzen liegen, hinzuweisen. Mittlerweile gibt es auch – gerade für WordPress – Plugins, die auf mehrere Arten von Artikel verlinken. Das Plugin ist in die Sidebar integriert und ist dreigeteilt. Auch ich benutzte ein solches Plugin. Es wird zwischen aktuellen Beiträgen, populären Beiträgen und Kommentaren differenziert. Andere Plugins hingegen stellen zufällige Artikel dar. Das ist ebenso eine gute Möglichkeit die interne Verlinkung zu verbessern.

    • Interne Verlinkung durch eine XML Sitemap

Die sogenannte XML Sitemap ist heute wichtiger geworden denn je. In einer Sitemap werden alle Unterseiten einer Domain gespeichert und regelmäßig an Google übermittelt. Somit können auch die unbekannteren Seiten bei Google indexiert werden. Für WordPress und andere Open Source Blogsysteme gibt es dafür auch schon entsprechende Plugins, die die Arbeit vollautomatisch erledigen. Ein solches Plugin sollte nicht fehlen.

    • Interne Verlinkung durch thematische Empfehlungen

Eine weitere Möglichkeit eine interne Verlinkung vorzunehmen ist die thematische Empfehlung anderer Artikel. Das heißt unter einem geschriebenen Artikel, werden weitere Artikel, die thematisch zu diesem passen, verlinkt. Eigentlich sollte jeder Blogger diese Möglichkeit nutzen. Es kann die Aufenthaltsdauer des Besuchers verlängern und ist im Handumdrehen eingebunden. Es sind gerade mit WordPress nahezu keine Programmierkenntnisse notwendig. Einfach das entsprechende Plugin dazu installieren und schon werden verwandte Themen unterhalb des Textes angeboten. Einige Themes haben diese Funktion auch bereits integriert, sodass ein Plugin nicht mehr notwendig ist!

    • Interne Verlinkung durch eine TagCloud

Die letzte Möglichkeit, auf die ich in diesem Artikel hinweisen möchte, ist die TagCloud. Vielleicht kann nicht Jeder mit dem Begriff TagCloud etwas anfangen. Aber Jeder hat auf fremden Blogs schon in der Sidebar einen extra Punkt gesehen, wo viele Begriffe aufgeführt werden in unterschiedlich großer Schreibweise. Dieses Gebilde wird TagCloud genannt. Das von WordPress von Haus aus mitgelieferte Plugin bietet dem Webseitenbetreiber die Möglichkeit die am häufigsten genutzten Tags an einem Punkt darzustellen bzw. zu verlinken. Denn jeder neue Artikel wird in der Regel mit sogenannten Tags ausgestattet. Somit kann der Besucher über die TagCloud oder aber auch über die Suchfunktion nach Begriffen suchen und somit Informationen zu bestimmten Themen finden.

Warum genau ist eine interne Verlinkung nun so wichtig?

Suchmaschinenoptimierung beginnt schon bei der internen Verlinkung. Webseiten die auf eigene Unterseiten verlinken, zeigen den Suchmaschinen (wie z. B. Google), dass es sich hier um eine Seite handelt, die besonders wichtig ist. Insofern sollten besonders wichtige Unterseiten intern oft verlinkt werden. Das steigert auch die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen und dementsprechend werden diese Unterseiten ggfs. besser indexiert als andere Unterseiten.

Ganz an dem Thema PageRank wird man in diesem Zusammenhang nicht vorbei kommen. Denn Webseiten können den PageRank auch an Unterseiten vererben. Der PageRank ist eine von Google eingeführte Methode, um die Qualität einer Webseite zu begutachten. Webseiten mit einem hohen PageRank sind von Google als gut eingestuft und werden dementsprechend auch besser in den Suchergebnissen gelistet. Wird von einer Webseite mit PageRank 4 z. B. auf eine Unterseite verlinkt, kann diese durchaus den “guten PageRank” vererbt bekommen. Zwar wird dieser nicht genauso hoch ausfallen, kann aber durchaus bis zu PageRank-1 gehen. Das würde in dem Beispiel bedeuten, dass wenn man genügend intern verlinkt hat, die eine Unterseite PageRank 3 erhalten kann.

Um dieses Ziel zu erreichen gibt es viele Möglichkeiten intern zu verlinken. Auf dieses habe ich im Artikel hingewiesen. Wer sich immer wieder bei neuen Artikeln darüber Gedanken macht, welcher Artikel thematisch zum neuen passt, kann durch eine geschickte interne Verlinkung viel Aufmerksamkeit auf andere Artikel ziehen und den Besucher so länger auf der eigenen Webseite halten – insofern der Inhalt natürlich informativ ist.

Ronny

Mein Name ist Ronny Schneider und ich betreibe seit über 5 Jahren diverse Blogs und habe dort nicht nur das Schreiben der Texte übernommen, sondern auch die SEO Optimierung sowie die Marketing-Maßnahmen durchgeführt.

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3 Antworten

  1. 28. Mai 2018

    […] Ansonsten gilt es weitere Backlinks zu erhalten. Möglichst viele auf verschiedene Unterseiten, damit der Linkaufbau nicht unnatürlich wirkt. (Siehe auch: Linkaufbau, interne Verlinkungen) […]

  2. 28. Mai 2018

    […] beantworten. Ich kenne Blogger, die schwören auf Blogverzeichnisse, weil es zu einem natürlichen Linkaufbau dazu gehört. Wiederum andere Blogger sagen, dass ein gezielter Linkaufbau über andere Blogs […]

  3. 10. August 2018

    […] verlinken, welche Du bereits in einem früheren Artikel beschrieben hast. Das erhöht zum einen die Links auf Deine Artikel, zum anderen zeigt es den Suchmaschinen, dass Du meinst, dass dort relevante Inhalte thematisiert […]

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