Den Page Speed verbessern: Warum und wie?

Page Speed verbessern - Ladezeiten & SEO
Page Speed verbessern – Ladezeiten & SEO

Hast Du Dich bereits damit beschäftigt wie Du Deinen Page Speed verbessern kannst? Nein?!? Dann wird es allerhöchste Eisenbahn das zu tun. Mittlerweile ist die Geschwindigkeit Deiner Webseite ein wichtiger Faktor bei der Suchmaschinenoptimierung. Das hat Google bereits mehrfach offiziell bestätigt.

Anfangs stellte die Suchmaschine klar, dass es keine negativen Auswirkungen auf Deine Platzierungen hat, keine schnelle Seite zu betreiben. Stattdessen ging es nur darum extrem langsame Seiten aus dem Index zu werfen. Diese Aussage ist bereits einige Jahre her und daher überholt.

Das Unternehmen ist bereits dazu übergegangen schnelle Webseiten bevorzugt zu behandeln. Genau aus diesem Grund solltest Du unbedingt versuchen die Ladezeit Deines Blogs deutlich zu steigern. Wie Du das erreichen kannst, werde ich Dir im Artikel detailliert für WordPress erläutern.

Nochmal im Detail: Warum solltest Du den Page Speed verbessern?

Immer mehr Menschen surfen mit dem Handy im Internet. Dementsprechend sollte Deine Webseite für mobile Geräte optimiert sein. Peer Wandiger hatte das Thema im Jahr 2018 auf seinem Blog aufgegriffen. Dort kam er zum Fazit, dass die Ladezeit allein nicht Alles ist, aber dennoch wichtig für die Suchmaschinenoptimierung.

Mittlerweile gehört der Page Speed allerdings zum MUST HAVE. Neil Patel hat mit seinem Team 143.827 Webseiten in Verbindung mit der Ladezeit analysiert. Dabei hat er rausgefunden, dass die Plätze 1 bis 5 in der Google Suche deutlich kürzere Ladezeiten vorzuweisen haben.

Die Faustregel besagt, dass eine Webseite innerhalb von 3 Sekunden geladen sein sollte. Ansonsten könnte Dein Besucher die Seite verlassen. Wer wartet schon gern? Die Menschen haben weniger Zeit und wollen diese nicht mit Warten verbringen. Lädt die Seite nicht schnell genug, guckt sich der Leser eben einen der anderen Treffer an.

Übrigens bestätigt diese Tatsache auch der Google Ads Support. Dort wirst Du lesen, dass sich die Geschwindigkeit ebenfalls bei der Auslieferung Deiner Ads auswirkt. Google bewertet die zu verlinkende Seite bereits länger nach der Qualität.

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Die Ladezeit meines eigenen Blogs

Vor dem Schreiben dieses Artikels habe ich Optimierung an meiner eigenen Ladezeit vorgenommen. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich das Thema bisher etwas vor mir hergeschoben hatte.

Mein Blog erzielte keine schlechten Werte bei den Google PageSpeed Insights. Allerdings auch keine Guten! Mit 69 Punkten im mobilen Bereich und 85 Punkten bei den Desktop-Geräten kann ich allenfalls Mittelmaß sagen.

Und hier ist ebenfalls zu sagen, dass ich bereits ein wenig optimiert hatte! Nicht jede WordPress Installation hat gute Werte, abhängig vom Theme und den Plugins. Nicht optimiert kam ich im Test mit meinem Blog im mobilen Bereich auf knapp 40 Punkte. Einfach nur schlecht.

Worauf achtet Google?

Als Maßstab habe ich die Studie von Google herangezogen. Dort hat das Unternehmen in 2018 als Best Practise angegeben, dass der durchschnittliche Speed Index bei unter 3.0 Sekunden liegen sollte. Außerdem sollte der Webserver innerhalb von 1.3 Sekunden reagieren, insgesamt weniger als 50 Requests haben und die Internetseite weniger als 500 KB groß sein.

Warum das Ganze? Nun weil Google rausfand, dass bei einer Ladezeit von 1 – 3 Sekunden die Absprungrate um 32% höher ist. Zwischen 1 und 5 Sekunden erhöht sich diese um 90%, zwischen 1 und 6 Sekunden um 106% und zwischen 1 und 10 Sekunden sogar um 132%.

Das Fazit: je gezielter Du den Page Speed verbessern kannst, desto mehr Besucher sehen Deine Inhalte, springen aber nicht wegen der Ladezeiten ab.

So habe ich den Page Speed verbessern können

Wie ich oben gut dargestellt habe, war mein Blog in der Geschwindigkeit höchstens Mittelmaß. Darum wollte ich unbedingt Werte erreichen, die als gut bezeichnet werden können. In den Google Page Speed Insights musste ich also Werte über 90 erreichen.

Was habe ich getan, um eine Verbesserung der Ladezeit zu erreichen?

Widgets optimieren

Zunächst habe ich mir meine Widgets in den Sidebars und im Footer angesehen und überlegt, ob diese so noch Sinn machen.

Dabei habe ich die Anzahl der Bilder (vorwiegend Thumbnails) überprüft und reduziert. Denn Bilder sind in der Regel die Dateien, welche am größten sind. Das kann eine Webseite deutlich verlangsamen.

Mit dieser Maßnahme konnte ich die https Requests um 50% senken. Das ersparte mir schon einige Sekunden. Meine Empfehlung an dieser Stelle: Versuche auf zu viele Bilder zu verzichten.

Gerade wenn Du Anzeigen schaltest, wirst Du bereits einige Bilder haben, die von anderen Webseiten geladen werden. Noch mehr Bilder können die Performance beeinflussen. Auf die Bilder gehe ich aber später nochmal intensiver ein.

Interne Verlinkungen gehören meiner Meinung dennoch in die Sidebars. Ich habe 5 aktuelle Artikel verlinkt und 5 der besten Artikel, die hier im Blog am meisten aufgerufen worden sind. Schau Dir gern meine Sidebars genauer an!

Plugins deaktivieren / löschen

Auf Blog als Nebenjob setze ich WordPress als CMS ein. Das Layout kannst Du mit WordPress Themes und WordPress Plugins kostenlos erweitern.

Auf der anderen Seite bieten diese Erweiterungen viele Optionen, um eine Seite zu verlangsamen. Aus diesem Grund habe ich mir meine installierten Plugins genauer angesehen und die unnötigen deaktiviert bzw. gar gelöscht.

Ich empfehle Dir Deine Liste durchzugehen und zu überlegen, ob Du wirklich alle Plugins benötigst. Sind davon vielleicht einige veraltet?

Oder kannst Du die Funktion anders umsetzen? Sofern das so ist, versuche weniger davon einzusetzen. Das erhöht gleichzeitig die Sicherheit Deiner Webseite.

Plugin: Autoptimize

Page Speed verbessern - Autoptimize Einstellungen
Page Speed verbessern – Autoptimize Einstellungen

Das Plugin Autoptimize habe ich bereits seit vielen Jahren im Einsatz. Es ist kostenlos und bietet Dir viele Optimierungen für Deinen Blog. Ich habe die verschiedenen Einstellungen getestet und versucht die optimale Konfiguration zu finden.

Leider muss diese Konfiguration nicht zwingend die Beste für Dich sein, um Deine Page Speed zu verbessern. Das solltest Du unbedingt selbst testen. Als Wegweiser will ich Dir meine Einstellung mit auf den Weg geben. Ich habe die Haken wie folgt gesetzt:

Reiter JS, CSS & HTML

  • JavaScript-Code Optimieren – JA
  • JS-Dateien zusammenfügen – JA
  • CSS-Code optimieren – JA
  • CSS-Dateien zusammenfügen – JA
  • Auch Inline CSS zusammenfügen – JA
  • Gesamten CSS-Code inline einfügen – JA
  • HTML-Code Optimieren – JA
  • Zusammengefügte CSS-/Skript-Dateien als statische Dateien speichern? – JA
  • Ausgeschlossene CSS- und JS-Dateien minimieren? – JA
  • Auch für angemeldete Redakteure/Administratoren optimieren? – JA

Reiter Bilder

  • Das verzögerte Laden von Bildern wird das Laden von nicht sichtbaren Bildern verzögern, um dem Browser zu ermöglichen, alle Ressourcen für den „above the fold“-Teil der Seite zuerst zu laden. – JA

Bilder habe ich hier nicht optimieren lassen. Dazu nutze ich ein anderes Plugin, worauf ich später noch eingehen werde! Zumal es eine Premium Funktion ist und Geld kosten würde.

Reiter Extras

  • Fonts kombinieren und asynchron laden mit webfont.js – JA
  • Entfernt WordPress’ internes Emoji-Inline-CSS, Inline JavaScript und eine weitere nicht optimierte JavaScript-Datei. – JA

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Plugin WP Optimize

Wie zuvor erwähnt nutze ich zur Bildoptimierung ein weiteres Plugin. WP Optimize kann Deinen Page Speed verbessern. Die Einstellungen für die Bildoptimierung habe ich Dir unten im Screenshot dargestellt.

Bildkomprimierung mittels WP Optimize
Bildkomprimierung mittels WP Optimize

Das Plugin verbessert die Ladezeit allerdings nicht nur durch die Komprimierung von Bildern.

Du hast daneben die Möglichkeit Deine Datenbank zu bereinigen und Deinen kompletten Blog zu cachen. Ein Cache ist im Grunde eine statische Datei, die möglichst wenige Anfragen zur Datenbank notwendig macht.

Im Test habe ich allein durch das Cachen insgesamt 2 Sekunden gewonnen. Allerdings kommt ein Cache für mich nicht in Frage. Mein Problem: Ich generiere einige Inhalte dynamisch, unter Anderem die Werbebanner und einige andere Boxen.

Würde ich die Beiträge cachen, würden sich die Boxen nicht (mehr) verändern.

Das möchte ich so im Blog eigentlich nicht. Darum habe ich auf diese Funktion verzichtet. Die Ergebnisse konnten sich dennoch sehen lassen.

Ergebnis: 92 Punkte mobil, 96 am Desktop

Page Speed Test - 92 Punkte mobil
Page Speed Test – 92 Punkte mobil

Das Endergebnis meiner Optimierung stimmt mich glücklich.

Trotz dessen, dass ich auf das Cachen meines Blogs verzichtet habe, bin ich letztlich im grünen Bereich gelandet. Mit 92 Punkten bin ich sehr zufrieden.

Die Ladezeit bis zum ersten Inhalt beträgt 1,8 Sekunden laut Google. Damit bin ich unter den Webseiten, die gute Platzierungen erreichen können.

Wir werden sehen was die nächsten Monate bringen. Das Ergebnis siehst Du oben im Bild.

Page Speed Test - 96 Punkte Desktop
Page Speed Test – 96 Punkte Desktop

Im zweiten Bild über diesem Absatz siehst Du noch das Ergebnis für die Desktop Version meines Blogs.

Übrigens: Solltest Du trotz diverser Maßnahmen weiterhin schlechte Ergebnisse erzielen, musst Du Dir eventuell Dein Theme mal genauer anschauen.

Vielleicht ist die Programmierung unsauber! Dann solltest Du Dir ein anderes Theme zulegen, das besser für mobile Geräte programmiert wurde.

In meinem Test habe ich festgestellt, dass das WordPress Theme Twenty Twenty ziemlich gut performt. Damit habe ich in einer blanko Installation immerhin 96 Punkte erzielt ohne jegliche Verbesserungen / Plugins zur Optimierung der Ladezeiten.

Fazit: Speed Page verbessern funktioniert!

Du solltest jetzt erkannt haben, wie wichtig die Ladezeit einer Webseite ist. Google berücksichtigt schnell ladende Webseiten vermehrt bei den Suchergebnissen.

Sollte Dein WordPress Blog länger als 3 Sekunden laden, musst Du Dir definitiv Gedanken machen.

Aber es ist auch kein Hexenwerk. Mit ein paar wenigen Plugins, den Google Page Speed Insights und etwas Menschenverstand, kannst Du sehr gute Ergebnisse erzielen.

Dazu musst Du kein Programmierer sein.

Hast Du bereits begonnen Deinen Blog für geringe Ladezeiten zu optimieren? Wenn ja, wie bist Du vorgangen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

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Ronny

Mein Name ist Ronny. Ich bin leidenschaftlicher Blogger seit über 20 Jahren. Kenne mich mit HTML, CSS und PHP sehr gut aus. Blog als Nebenjob habe ich 2014 ins Leben gerufen. Nebenberuflich verdiene ich mit meinen Blogs ein nettes monatliches Einkommen.

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